Thailand ändert ab 15. September 2026 die Regeln für visumfreie Einreise und Visum bei Ankunft
Ab dem 15. September 2026 treten in Thailand grundlegend neue Einreisebestimmungen in Kraft. Die seit Juli 2024 geltende Regelung, wonach Reisende aus 93 Ländern und Territorien visumfrei für bis zu 60 Tage einreisen konnten, wird damit offiziell beendet. Grundlage sind vier Verordnungen, die am 31. August 2026 im thailändischen Amtsblatt (Royal Gazette) veröffentlicht wurden und die Einreisebedingungen in mehreren Punkten neu regeln.
Die auffälligste Änderung betrifft die maximale Aufenthaltsdauer: Für viele Nationalitäten wird die visumfreie Einreise künftig auf 30 Tage statt bisher 60 Tage begrenzt. Zudem wird der zulässige Reisezweck im Rahmen der Visumbefreiung eingeschränkt — sie gilt künftig ausschließlich für touristische Aufenthalte. Wer geschäftlich reist, an Kursen teilnimmt oder andere Zwecke verfolgt, benötigt unter der neuen Regelung ein passendes Visum.
Auch die Einreise über Landgrenzen wird strenger gehandhabt: Bestimmte Grenzübergänge auf dem Landweg unterliegen künftig zusätzlichen Beschränkungen, was insbesondere Reisende betrifft, die bislang unkompliziert zwischen Thailand und Nachbarländern gependelt sind. Gleichzeitig verändert sich die Liste der Länder, deren Angehörige visumfrei einreisen dürfen — einige Nationalitäten wechseln in ein anderes Einreiseregime, etwa hin zum Visum bei Ankunft oder zur Pflicht, ein Visum vor Reiseantritt zu beantragen.
Besonders einschneidend ist die Reform für die Regelung zum Visum bei Ankunft: Die Zahl der Länder, deren Staatsangehörige diese Option nutzen können, wird deutlich reduziert. Wer bislang auf ein spontanes Visum bei Ankunft am Flughafen setzen konnte, sollte sich vorab informieren, ob diese Möglichkeit für die eigene Staatsangehörigkeit noch besteht — andernfalls drohen Probleme bei der Einreise. Angehörige von 21 Ländern müssen künftig zwingend ein Visum beantragen, bevor sie nach Thailand reisen; eine Einreise ohne vorab erteiltes Visum ist für diese Gruppe nicht mehr möglich.
Für Reisende bedeutet dies in der Praxis, dass eine frühzeitige Prüfung der eigenen Situation unerlässlich wird. Wer plant, sich länger als 30 Tage in Thailand aufzuhalten oder einen anderen Zweck als reinen Tourismus verfolgt, sollte rechtzeitig ein passendes Visum beantragen. Je nach Aufenthaltszweck kommen dabei unterschiedliche Kategorien infrage, etwa das Touristenvisum für Thailand für längere Urlaubsreisen oder das Non-Immigrant Visum für Thailand für geschäftliche, berufliche oder andere längerfristige Aufenthalte.
Für Reisende, die weiterhin von einer vereinfachten Einreise profitieren, bleibt zudem die elektronische Einreisekarte relevant, die vor Ankunft ausgefüllt werden muss. Wer sich unsicher ist, welche Regelung für die eigene Staatsangehörigkeit künftig gilt, sollte die Unterlagen und Voraussetzungen im Vorfeld sorgfältig prüfen lassen, um Verzögerungen oder eine Zurückweisung bei der Einreise zu vermeiden. Ein Überblick über alle Visa-Optionen für Thailand hilft dabei, die passende Kategorie für den geplanten Aufenthalt zu finden.
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