Türkei: die Schwelle zwischen Europa und Asien

Eines der größten Länder an der Grenze zu Asien und ein äußerst beliebtes Urlaubsziel ist die Türkei. Dort erwarten Sie unzählige Sehenswürdigkeiten aus der Geschichte des Landes, die mehrere Tausend Jahre umfasst. Nach einigen Jahren der innenpolitischen Unruhe ist das Land nun wieder bei Urlaubern beliebt - und Deutsche sind als Touristen geschätzt. Das Wetter ist praktisch das ganze Jahr über angenehm, vor allem in den wärmeren Jahreszeiten zieht das Land Touristen magisch an. Vor Ort gibt es sowohl Gebiete und Hotels für preisbewusste Urlauber als auch sehr edle, exklusive Urlaubsziele. Dort fehlt es Ihnen garantiert an nichts.

Außerdem ist das Land nicht weit entfernt: Eine Flugreise dauert nur wenige Stunden, bis Sie am Zielort landen. Auch ohne Türkischkenntnisse kommen Sie dort in den Touristengegenden gut zurecht, die Händler und Menschen vor Ort haben sich im Laufe der Zeit gut auf Besucher aus anderen Ländern eingestellt. Begeistern kann auch die geografische Lage: Die Türkei ist äußerst vielseitig und bietet von hohen Gebirgen bis zu langen Sandstränden alles, was Urlauber begeistert. Sie können dort am Strand liegen oder eine Bergwanderung machen - die Wahl liegt ganz bei Ihnen. Auch bei Familien ist die Türkei als Urlaubsziel begehrt.

Daten und Fakten: die Türkei in Zahlen

Die Türkei ist ein großes Land, dessen Fläche zu 97 % in Asien liegt und zu 3 % in Europa. In Istanbul laufen beide Kontinente zusammen. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 84 Millionen Personen ist das Land in dieser Hinsicht etwa so groß wie Deutschland. Die Fläche an sich ist jedoch mehr als doppelt so groß.

International ist die Türkei hauptsächlich durch ihre großen Städte Istanbul und die Hauptstadt Ankara bekannt. Bezahlt wird vor Ort mit der Türkischen Lira, gesprochen wird Türkisch. Vor allem in großen Städten werden Sie jedoch auch Englisch oder teilweise sogar Deutsch nutzen können. Der Nationalfeiertag der Türken ist der 29. Oktober: der Feiertag der Republik.

Die Türkei ist eines der etwa 50 Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen. Fast 75 % der Menschen leben in stadtnahen Gebieten. Allein in Istanbul leben fast 20 % der Menschen des Landes. Außerdem kann das Land jedes Jahr etwa 50 Millionen Touristen verbuchen, womit es auf Platz 6 der am häufigsten besuchten Länder landet.

Ausgehend vom Index der menschlichen Entwicklung ist die Türkei ein allgemein sehr hoch entwickelter Staat, das durchschnittliche Einkommen liegt jedoch eher im mittleren Bereich. Aufgrund der geografischen Lage und der Größe und des Einflusses ist der türkische Staat überaus wichtig in Bezug auf die Politik, was vor allem nach dem Krieg in Syrien offensichtlich wurde. Traditionell gelten die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland als sehr gut, wobei dies in den letzten Jahren im Anschluss an den Putschversuch von 2016 etwas zurückging.

Geografische Informationen über die Türkei

Die Türkei liegt am äußeren südöstlichen Rand von Europa und verbindet den Kontinent mit Asien. Insgesamt grenzt das Land an acht andere Staaten: Irak, Iran, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Syrien, Griechenland und Bulgarien. Außerdem ist das Land von zahlreichen Wassermassen umgeben. In westlicher Richtung befindet sich das ägäische Meer, während die südliche Küste entlang des Mittelmeeres verläuft. Praktisch die gesamte nördliche Staatsgrenze wird vom Schwarzen Meer definiert.

Zwischen dem Schwarzen Meer und der Ägäis liegt außerdem noch das wesentlich kleinere Marmarameer, das an Istanbul angrenzt. Landschaftlich ist das Land äußerst vielfältig: Während im Westen teilweise mitteleuropäische Verhältnisse mit flachen Arealen und sanften Hügeln zu finden sind, ist vor allem der Osten von weiten Gebirgsketten geprägt. Zahlreiche Kontinentalplatten laufen hier zusammen, weshalb der türkische Norden immer von Erdbeben bedroht wird (und es über die letzten Jahrzehnte auch immer wieder zu Erdbeben kam).

Kurze Geschichte der Türkei

Die Geschichte des Landes lässt sich bis in die Altsteinzeit zurückverfolgen. Im damaligen Anatolien waren schon vor etwa 5.000 Jahren Spuren der heutigen Zivilisation sichtbar. Die weitreichende Besiedlung der Türkei begann dann im 11. Jahrhundert, als Seldschuken weite Teile des Landes für sich beanspruchten. Später sollten die Mongolen das damalige Reich der Seldschuken deutlich schwächen - doch ein Fürstentum überlebte, das im Jahr 1299 zum Osmanischen Reich wurde.

Das türkische Reich war zu dieser Zeit sehr groß und erstreckte sich bis nach Afrika und die arabische Halbinsel. Große Teile von Nordafrika, der Krim, des Balkans und des Kaukasus waren um das Jahr 1450 herum Teil des Osmanischen Reiches. Erst ab dem 19. Jahrhundert begann, zum großen Teil von innen heraus, die Zersplitterung des Reiches in kleinere Staaten. Dem Osmanischen Reich wurde durch den Ersten Weltkrieg eine Niederlage zugefügt - das Ende des Reiches.

Geschichte der modernen Türkei

heute. Am 29. Oktober 1923 rief Mustafa Kemal Atatürk die Republik aus, die bis heute Bestand hat. Er war maßgeblich daran beteiligt, politischen und militärischen Widerstand gegen eine weitere geplante Zersplitterung der Türkei zu organisieren.

Es folgen schnelle und umfassende Reformen: Das Sultanat und das Kalifat wurden 1924 abgeschafft. Ein Jahr später wurde die Scharia verboten. Rechtssysteme aus europäischen Ländern wurden übernommen und an die türkischen Verhältnisse angepasst. Ab 1930 durften Frauen wählen, 1935 saßen erstmals Frauen im türkischen Parlament. Atatürk - übersetzt etwa: der Vater der Türken - hatte das Land innerhalb kurzer Zeit grundlegend erneuert

Nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem Tod von Atatürk trat die Türkei den Vereinten Nationen bei. Dies war gleichzeitig der Startschuss für ein Mehrparteiensystem. Seit 2014 ist Recep Tayyip Erdogan der aktuelle Präsident der Türkei. Vorher war er seit 2001 Vorsitzender der stärksten Partei AKP und hatte damit bereits gewaltigen Einfluss im Land. Der Putschversuch von 2016 konnte daran nichts ändern.

In den letzten Jahren kamen, nach einem großen Boom der türkischen Wirtschaft 2009 und 2010, wirtschaftliche Probleme zum Tragen. Vor allem eine hohe Inflation macht dem Land leider zu schaffen.

Sprache und Kultur

Die Amtssprache ist Türkisch. Vor allem in großen Städten - die Hauptstadt Ankara, Istanbul und ähnliche - werden Sie sich mit Englisch jedoch häufig durchschlagen können. Wir würden Ihnen trotzdem dazu raten, grundlegende türkische Begriffe und Sätze zu lernen. Können Sie vor Ort einige Sätze in der Landessprache sprechen, wirkt dies auf Einheimische gleich wesentlich sympathischer.

Möchten Sie sich über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten informieren, ist der Anschluss an Reisegruppen eventuell empfehlenswert. Dort erhalten Sie in Englisch oder manchmal auch in Deutsch eine Führung durch die wichtigsten Museen, zu berühmten Sehenswürdigkeiten oder auch durch alte Stadtkerne bedeutender Metropolen. Weltberühmte Bauwerke, wie die Hagia Sophia, sind das ganze Jahr ein Magnet für Touristen: Dort sollten Sie möglichst früh am Tag erscheinen, um Besucherandrang zu vermeiden.

Kultur erleben in den Städten

In vielen Städten in der Türkei finden Sie abends gefüllte Kaffees und Kulturveranstaltungen, die Sie besuchen können. Belebte Diskussionen über das aktuelle Geschehen, Konzerte oder traditionelle Veranstaltungen finden Sie zu dieser Tageszeit praktisch überall. Sofern Sie die Sprache sprechen, sind Sie willkommen, dort teilzunehmen: Die Türken sind ein allgemein gastfreundliches Volk. Informieren sollten Sie sich vorher über die Gepflogenheiten vor Ort. Nicht alles, was in Deutschland in Ordnung und erlaubt ist, gilt auch für die Türkei.

Wichtig ist dies, etwa bei Bekleidung. Bestimmte Gebäude, wie Moscheen, sollten Sie nicht wahllos betreten. Bedecken Sie Arme, Beine und Schultern - egal ob Mann oder Frau. Außerdem sollten Sie in der Öffentlichkeit keinen Alkohol zu sich nehmen. Romantisches gehört ebenfalls nicht in die Öffentlichkeit. Halten Sie nicht Händchen und küssen Sie keine andere Person, wenn andere Menschen in der Nähe sind. Junge Frauen sollten niemals angesprochen werden - auch nicht zum Gruß. Ein Kopfnicken ist eher angemessen.

Regeln am Strand

Das allgemen sehr warme Wetter vor allem im Westen lädt dazu ein, sich von ein wenig Kleidung zu befreien. Sie sollten dies in der Türkei jedoch niemals machen. Oben ohne zu baden, ist verboten. Angemessene Kleidung am Strand sollte, unabhängig von der Temperatur, niemals abgelegt werden. Empfindliche Strafen drohen, wenn Sie gegen diese Regel verstoßen.

Das Wetter in der Türkei

Je nach Region in der Türkei variiert das Wetter stark. In der kältesten Region in Ostanatolien liegt die Durchschnittstemperatur bei 9,7 Grad, während es in der Mittelmeerregion 16,5 Grad sind. Sehr hohe Temperaturen von über 45 Grad im Sommer wechseln sich mit teilweise bitterkalten Temperaturen von über -30 Grad ab. In der beliebten Mittelmeerregion im Westen und Südwesten der Türkei ist dies jedoch seltener der Fall.

Beliebt bei Urlaubern ist die Türkei aufgrund des angenehm warmen Wetters vor allem im Frühling und Sommer. 45 Grad klingen zwar sehr heiß, allerdings ist die Luft sehr viel trockener als in Deutschland. Durch die geringere Luftfeuchtigkeit wirkt diese Hitze nicht so erdrückend, weshalb es auch für Urlauber aus Deutschland gut auszuhalten ist.

In den Sommermonaten regnet es in der westlichen Türkei generell sehr wenig und manchmal einen ganzen Monat überhaupt nicht. Wer zum Beispiel die Hauptstadt Ankara im Juli besucht, hat gute Chancen, nie mit Regen in Kontakt zu kommen.

Urlaub in der Türkei: Worauf sollte ich achten?

Die meisten Probleme lassen sich mit gesundem Menschenverstand vermeiden. Sie sind zu Gast in einem anderen Land, also benehmen Sie sich auch so. Finden Sie vorher heraus, was erlaubt ist und was nicht. Als Faustregel gilt: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob etwas erlaubt ist oder nicht, sollten Sie zuerst grundsätzlich Informationen einholen. "Auf gut Glück" handeln ist falsch. Beispielsweise ist schon das Schreiben auf einem Geldschein strafbar - selbst, wenn sich darauf nicht das Porträt von Atatürk befindet. Diese kleinen Regeln können Sie nicht alle kennen, aber Sie können es vermeiden, überhaupt in diese Situationen zu kommen.

Türkei und Religion

Halten Sie sich mit Ihren Äußerungen in Bezug auf religiöse Themen zurück. Bedenken Sie außerdem die Bräuche vor Ort. Es ist etwa üblich, dass Sie bei einer Einladung ein kleines Geschenk als Dankeschön mitbringen. Dabei darf es sich aber fast nie um Alkohol oder Schweinefleisch handeln, da dies Muslimen verboten ist (und der Islam die bei Weitem verbreitetste Religion ist).

Viele dieser Begegnungen sind stark durch Rituale geprägt. Werden Sie etwa gefragt, wie es Ihnen geht, gibt es praktisch nur die Antwort "gut". Anschließend stellen Sie dieselbe Frage zurück, die wieder mit "gut" beantwortet wird. Reden Sie nur mit Freunden, kann dies natürlich anders sein, aber bei Einladungen zu öffentlichen Veranstaltungen halten Sie sich einfach daran.

Urlaub während des Ramadans

Der Ramadan fällt in eine beliebte Urlaubszeit. Persönlich muss Sie dies zwar nicht betreffen, aber es gilt als unhöflich, gegen diese Regeln zu verstoßen. In dieser Zeit trinken, essen und rauchen Gläubige nicht bei Tageslicht. Mit Essen und Trinken in der Hand durch die Stadt zu bummeln, und sich den Bauch vollzuschlagen, wird daher zwar toleriert, aber nicht unbedingt gerne gesehen. Sie müssen nicht komplett verzichten, aber versuchen Sie, sich etwas zurückzuhalten.

Gesten, die Sie vermeiden sollten

Hierzulande recht verbreitet ist etwa der Daumen nach oben, um zu zeigen, dass etwas funktioniert hat oder alles in Ordnung ist. Ebenfalls bekannt ist das OK-Zeichen. Auf beides sollten Sie in der Türkei unbedingt verzichten, da diese Zeichen dort eine ganz andere, obszöne Bedeutung haben. Es kann zwar gut sein, dass man Ihnen dies als Ausländer und Touristen nachsieht, aber das muss nicht zwangsläufig bei allen Bevölkerungsgruppen der Fall sein. Gerade ältere Personen reagieren oft wesentlich empfindlicher darauf als junge Menschen.

Bin ich als Deutscher beliebt in der Türkei?

Als Urlauber sind Sie aus Deutschland herzlich willkommen. Deutsche gelten als pflichtbewusst, unauffällig und wohlhabend. Die beträchtlichen Geldmittel, die aus Deutschland durch Touristen zu den Türken fließen, sind bei Händlern überaus gerne gesehen. Außerdem gibt es gerade im Westen der Türkei viele Familien, von denen einige Mitglieder in der Türkei leben. In den 1960ern war die Türkei außerdem eines der Länder, die die meisten Gastarbeiter nach Deutschland brachten.

Die Deutschen und die Türken verbindet daher eine gute Freundschaft, die Sie auch im Urlaub bemerken werden. Wenn Sie sich an die Regeln der Türken halten, werden Sie vor Ort gut aufgenommen - und Sie werden gerne wiederkommen.

Geld: so zahlen Sie in der Türkei

Die offizielle Landeswährung ist die Türkische Lira, abgekürzt wird sie mit TRY. In den letzten Monaten litt die Lira leider unter hoher Inflation. Falls Sie einen Urlaub in der Türkei planen, raten wir Ihnen daher, das Geld erst vor Ort oder kurz vor der Abreise in die Lira umzutauschen. So vermeiden Sie Inflationsverluste, falls Sie das Geld schon mehrere Monate im Voraus wechseln lassen wollten.

Zahlen können Sie mit der Türkischen Lira oder dem Euro. Aber: Der Euro wird nicht überall akzeptiert. Einige Geschäfte und Händler akzeptieren ihn, andere nicht. Museen etwa müssen Sie immer in Lira bezahlen. Wenn Sie sich auf die Unsicherheit nicht einlassen möchten, sollten Sie einfach Ihr Geld in Lira umtauschen, um auf der sicheren Seite zu sein. EC- und Kreditkarten werden an den allermeisten Orten akzeptiert.

Gebe ich Trinkgeld?

Unbedingt! In der Türkei ist es üblich, Trinkgeld zu geben. Während es hier in Deutschland gegeben werden kann, aber nicht muss, gilt es im türkischen Staat als unhöflich, kein Trinkgeld dazulassen. Üblich sind in Restaurants beispielsweise etwa 10 % des Betrages. Die Münzen lassen Sie einfach auf dem Tisch liegen. Auch Dinge abseits von Geld lassen sich als Trinkgeld verstehen: So könnten Sie vielleicht Zigaretten als Dankeschön anbieten. Als Urlauber sollten Sie dies aber eher vermeiden.

Falls Sie einen Basar betreten, sollten Sie hingegen kein Trinkgeld geben. Dort ist es üblich, dass Sie um die Preise feilschen. Alles, was Sie nicht herunterfeilschen, versteht der Händler als Trinkgeld. Verkauft er Ihnen beispielsweise eine Ware für 20 Lira, die er sonst aber für maximal 18 Lira verkauft, haben Sie ihm praktisch 2 Lira Trinkgeld gegeben.

In normalen Geschäften sollten Sie ebenfalls kein Trinkgeld geben. Kaufen Sie also Kleidung, Souvenirs, Elektronik und ähnliche Gegenstände, bezahlen Sie einfach den geforderten Preis. Damit ist jeder zufrieden. Bei Taxifahrten hingegen runden Sie einfach auf die nächsthöhere Summe auf, also vielleicht von 46 auf 50 Lira. Trägt der Taxifahrer Ihnen ein Gepäckstück, lassen Sie noch einmal einen kleinen Bonus da.

Sicherheit im Urlaub

Trotz des Militärputsches vor sechs Jahren gilt die Türkei aktuell nicht als gefährliches Land. Es gibt keine Reisewarnungen seitens des deutschen Außenministeriums. Denn: Die positiven Seiten des Landes bleiben erhalten, wie das angenehme Klima, die weitläufigen Strände und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Aber Kriminalität existiert natürlich in jedem Land. Mit unseren Tipps stellen Sie sicher, dass Sie problemlos durch den Urlaub kommen:

- Die Türkei ist gerade für Urlauber zwar ein stabiles Land, aber Sie sollten sich dennoch von bestimmten Gebieten fernhalten. Grenzgebiete oder militärische Sperrzonen fallen darunter. Die Ecke, in der die Türkei, Irak und Syrien eine gemeinsame Grenze bilden, ist keine gute Idee für einen Urlaub. In einige Areale dürfen Sie auch nicht fahren oder sie anderweitig betreten - und Fotos sind auch verboten.

Möchten Sie trotzdem alles auf eigene Faust erkunden, raten wir Ihnen dazu, sich vorher bei der Botschaft oder beim Generalkonsulat allgemein zu informieren. Dann wird man Ihnen sehr genau sagen, wohin Sie gehen dürfen und wohin nicht.


- In den letzten Jahren war die Türkei gelegentlich von politischen Unruhen erschüttert. Darin sollten Sie sich auf keinen Fall einmischen. Bleiben Sie im Urlaub von politischen Kundgebungen fern und meiden Sie große Menschenmengen.

- Nehmen Sie immer Ihren Ausweis mit. Falls Sie aus irgendeinem Grund kontrolliert werden - etwa von der Polizei -, sollten Sie einfach machen, was man Ihnen sagt (aber nichts unterschreiben!). Äußern Sie sich nicht kritisch und provozieren Sie keinen Streit. Vergessen Sie nicht, dass Sie Gast sind in diesem Land: Sie können dort gerne verbleiben und die Gastfreundschaft genießen, aber die Angelegenheiten des türkischen Staates gehen Sie nichts an.

Sicherheit in Innenstädten

Vor allem in den großen Touristenzielen (Ankara, Istanbul) haben Sie praktisch nichts zu befürchten. Zu Beginn des Jahrhunderts gab es dort immer wieder Anschläge in der Hauptstadt zu beklagen, die auf Terrorismus zurückzuführen waren. Dies hat jedoch stark nachgelassen, was auch den Bemühungen der Behörden zu verdanken ist. Kleinkriminalität existiert in der Türkei natürlich wie in jedem anderen Land. Meiden Sie daher zu große Menschenansammlungen, wo es Diebe leicht haben könnten, Ihnen etwas wegzunehmen. Achten Sie immer auf Ihre Habseligkeiten, damit man Sie nicht wie einen naiven Touristen bestiehlt.

Gastronomie

Die türkische Küche ist sehr vielseitig und hat sich über die Jahrhunderte aus verschiedenen Richtungen stetig erweitert. Einflüsse stammen aus der nomadischen Kochtradition, dem Mittelmeerraum, der ostmanischen Kultur und der Balkanküche.

Viele Speisen vor Ort werden Sie wiedererkennen: Joghurt beispielsweise ist ursprünglich eine türkische Speise, genauso wie Zaziki (in der Türkei als Cacik bekannt). Der Döner Kebab, was hierzulande wohl das bekannteste türkische Gericht sein dürfte, wird hier meistens in der Hand gegessen. In der Türkei gibt es ihn, ebenso wie in Deutschland, auch auf dem Teller - aber viel häufiger als hierzulande.

Frühstück bis Abendessen

Traditionell ist das türkische Frühstück häufig schlicht: Brot, Käse, schwarzer Tee und Oliven reichen oft schon aus. Gebäck, Suppen oder frischer Salat können das Gericht aber erweitern. Die meisten der Beigaben werden in kleinen Schalen serviert. Pasten, Honig und Eier sind beliebt als Frühstücksbeigaben. Oft sind diese Speisen kräftig gewürzt.

Hauptgerichte umfassen das auch in Deutschland beliebt Kebab: gegrilltes Fleisch, das mit mehr oder weniger vielen Beilagen serviert wird. Köfte werden Sie ebenfalls überall antreffen, dabei handelt es sich um eine Art Frikadelle, die aber durch viele verschiedene Varianten verändert wird. Weit verbreitet sind außerdem Pilavlar: Reisgerichte, die etwa mit Erbsen, Nudeln, Weizen, Tomaten oder ähnlichen Beigaben serviert werden.

Als Beilage für Gerichte aller Art - von morgens bis abends - wird gerne Pide genommen. Dies erinnert etwas an Fladenbrot und wird gelegentlich auch überbacken.

Desserts

Neben Hauptspeisen verstehen sich die Türken auch auf Süßspeisen und Desserts. Diese sind teilweise extrem süß: Zucker, Honig, Karamell und Sirup verleihen sowohl die gewünschte Konsistenz als auch die Süße. Bekannt ist etwa Baklava: Die Süßspeise wird in Sirup getränkt und erinnert etwas an Pistazien. Vor allem während des Ramadans beliebt ist Güllaç. Dies erinnert etwas an Milchreis und besteht aus Reiseblätterteig, Granatapfel, Rosenwasser und Milch. Es lässt sich leicht verdauen und ist daher gut geeignet, wenn Sie eigentlich schon satt sind und nicht mehr zu viel essen möchten.

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