Russland erweitert e-Visum: Zwei neue Grenzübergänge in Jakutsk und Amur
Mit einer Regierungsverordnung vom 23. Juni 2026 hat Russland zwei weitere Grenzübergänge in die offizielle Liste der Einreisepunkte für Inhaber eines elektronischen Visums (e-Visum) aufgenommen: den internationalen Flughafen Jakutsk sowie den Straßengrenzübergang Kani-Kurgan im Gebiet Amur. Damit setzt sich ein Trend fort, den Reisende und Visumantragsteller bereits seit Anfang 2026 beobachten können, denn erst wenige Monate zuvor war der Flughafen Kysyl in der Republik Tuwa in das System integriert worden. Insgesamt sind damit seit Jahresbeginn drei neue Übergänge hinzugekommen, sodass die vom russischen Außenministerium veröffentlichte Liste nun 109 zugelassene Ein- und Ausreisepunkte an Flughäfen, Straßenübergängen, Bahnhöfen, See- und Flusshäfen umfasst.
Der Flughafen Jakutsk ist die zentrale Anbindung an die Republik Sacha, besser bekannt als Jakutien, eine der größten und zugleich am dünnsten besiedelten Regionen im Nordosten Russlands. Die Stadt ist bekannt für ihre Permafrostlandschaft, ein Mammutmuseum sowie ein historisches Viertel mit traditionellen Holzhäusern. Zudem dient Jakutsk als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Lena-Tal und zu den beeindruckenden Lena-Pfeilern, einer als UNESCO-Weltkulturerbe gelisteten Felsformation. Wichtig für die Reiseplanung: Die Aufnahme des Flughafens in die offizielle Liste bedeutet nicht automatisch, dass von jedem Herkunftsland aus Direktflüge nach Jakutsk angeboten werden — Reisende sollten die tatsächliche Flugverbindung vorab prüfen.
Der zweite neue Einreisepunkt, Kani-Kurgan, ist kein Flughafen, sondern ein Straßengrenzübergang im Gebiet Amur nahe der Stadt Blagoweschtschensk. Über die Straßenbrücke, die den Fluss Amur überquert, verbindet dieser Übergang die russische Stadt mit Heihe auf chinesischer Seite. Die Aufnahme in die offizielle Liste erlaubt es berechtigten Reisenden nun, mit einem e-Visum an dieser Stelle nach Russland ein- oder auszureisen — auch als Teil einer Landreiseroute zwischen den beiden Ländern. Für Reisende, die eine Kombination aus China- und Russlandaufenthalt planen, eröffnet dies eine zusätzliche, unkomplizierte Option zur Grenzüberquerung.
Für Antragsteller bedeutet die Erweiterung vor allem mehr Flexibilität bei der Routenplanung: Wer bislang auf klassische Einreisepunkte wie Moskau oder St. Petersburg angewiesen war, kann nun auch abgelegenere Regionen Sibiriens und des russischen Fernen Ostens direkt mit einem e-Visum bereisen. Das e-Visum für Russland bleibt dabei ein digitales Verfahren, das online beantragt wird und für kurze touristische, geschäftliche oder private Aufenthalte gedacht ist — ohne dass ein persönlicher Behördenbesuch nötig ist.
Wichtig ist, dass die Zulassung eines Einreisepunkts zur e-Visum-Liste keine Garantie für eine bestehende internationale Flugverbindung darstellt. Reisende, die eine Einreise über Jakutsk oder eine Ausreise über Kani-Kurgan planen, sollten die Verfügbarkeit der jeweiligen Verbindung frühzeitig klären und ihre Reiseroute entsprechend abstimmen. Wer sich unsicher ist, welcher Visumtyp für den geplanten Aufenthalt passt, findet auf unserer Visum-Übersicht für Russland eine Einordnung der verschiedenen Kategorien, vom touristischen bis zum geschäftlichen Aufenthalt.
Wir übernehmen für unsere Kunden die vollständige Prüfung und Einreichung der Unterlagen für das e-Visum sowie für klassische Visumkategorien, damit Reisende sich auf die eigentliche Reiseplanung konzentrieren können. Angesichts der wachsenden Zahl an Einreisepunkten lohnt es sich, die Wahl des Visumtyps und der Reiseroute frühzeitig mit uns abzustimmen, um Verzögerungen zu vermeiden und die Einreise reibungslos zu gestalten.
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