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Russische Föderation: Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise (Stand 21.10.2026)
21.10.2026

Russische Föderation: Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise (Stand 21.10.2026)

Mit Stand 21. Oktober 2026 wird ausdrücklich vor Reisen in die Russische Föderation gewarnt. Grund sind eine erhebliche Gefährdung durch Drohnen beziehungsweise herabfallende Drohnen-Trümmerteile sowie eine insgesamt instabile Sicherheitslage, die sich kurzfristig und ohne Vorwarnung verschärfen kann. Wer dennoch eine Reise nach Russland plant oder plant musste, sollte sich der zahlreichen Risiken bewusst sein, die über das übliche Maß bei internationalen Reisen deutlich hinausgehen.

Teile Russlands, darunter das Stadtgebiet Moskau, die Umgebung von St. Petersburg sowie die Leningrader Oblast, sind wiederholt Ziel massiver Drohnenangriffe. Obwohl die Luftabwehr rund um Moskau ausgebaut wurde, kam es durch Angriffe und herabfallende Wrackteile bereits zu erheblichen Schäden. Besonders betroffen sind die an die Ukraine grenzenden Gebiete Belgorod, Kursk, Brjansk, Woronesch, Rostow und Krasnodar, in denen die Gefährdung als besonders hoch eingestuft wird. In den völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Gebieten Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja gilt zudem Kriegsrecht.

Praktische Folgen der Sicherheitslage zeigen sich im Reisealltag: Flughäfen im Westen, der Mitte und im Süden des Landes werden aus Sicherheitsgründen immer wieder für mehrere Stunden gesperrt, was zu Flugausfällen in großem Umfang und chaotischen Zuständen vor Ort führen kann. Beschädigungen an russischen Raffinerien haben außerdem Engpässe bei der Kraftstoffversorgung zur Folge, teilweise mit Mengenbeschränkungen auch in Moskau. Auch Angriffe auf den öffentlichen Verkehr, insbesondere den Zugverkehr, können nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten diese Unsicherheiten bei jeder Reiseplanung einkalkulieren und flexibel bleiben.

Ein weiteres relevantes Risiko betrifft Doppelstaater: Für Personen mit einer zweiten, russischen Staatsangehörigkeit besteht die Gefahr willkürlicher Festnahmen. Zusätzlich ist die Meinungsfreiheit in Russland stark eingeschränkt, und bereits unbedachte Äußerungen können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wer sich aktuell im Land aufhält, sollte eine Ausreise sorgfältig prüfen und Aufenthalte in der Nähe von Militärstützpunkten sowie Standorten der Rüstungsindustrie konsequent meiden.

Auch die digitale Infrastruktur ist betroffen: Internetsperren, -shutdowns und Geschwindigkeitsdrosselungen treten regelmäßig auf, meist regional begrenzt, betreffen aber zunehmend auch mobile Internetverbindungen. VPN-Dienste funktionieren bei aktiven Sperren oft nicht zuverlässig, und die Nutzung gängiger Kommunikationsdienste ist stark eingeschränkt. Seit 2025 gelten zudem strenge Vorgaben für den Erwerb und die Weiternutzung russischer SIM-Karten durch Ausländer, einschließlich eines aufwendigen Identifizierungsprozesses über staatliche Online-Plattformen. Wer eine Reise dennoch antritt, sollte Ausweispapiere stets griffbereit halten und Ansammlungen von Menschen weiträumig meiden.

Angesichts dieser Lage empfiehlt es sich, geplante Reisen nach Russland grundsätzlich zu überdenken und nicht notwendige Aufenthalte zu verschieben. Für all jene, die stattdessen alternative Reiseziele mit stabilerer Sicherheitslage in Betracht ziehen, unterstützen wir bei der Klärung der jeweiligen Einreisebestimmungen. Einen Überblick über unterschiedliche Visumkategorien für andere Zielländer finden Interessierte in unserer Übersicht aller Visa-Arten, und den passenden Antrag können Sie bequem über unser Visum-Antragsformular stellen.

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