SADC beschließt UNIVISA: Gemeinsames Touristenvisum für das südliche Afrika kommt
Am 17. August 2026 haben die Staats- und Regierungschefs der Southern African Development Community (SADC) am Rande ihres 46. ordentlichen Gipfeltreffens in Durban, Südafrika, einen wichtigen Schritt in Richtung eines gemeinsamen Touristenvisums für die Region beschlossen. In der Abschlusserklärung des Gipfels wurde das Abkommen zur Einrichtung des sogenannten SADC Tourism UNIVISA offiziell gebilligt, und die Mitgliedstaaten wurden aufgefordert, das Abkommen zu unterzeichnen. Damit rückt ein Projekt, das seit Jahren in der Diskussion stand, deutlich näher an die praktische Umsetzung.
Das UNIVISA soll nach den Vorstellungen der SADC künftig Reisenden ermöglichen, mit einem einzigen Visum mehrere Länder im südlichen Afrika zu besuchen, ohne für jedes Land einzeln ein Visum beantragen zu müssen. Ziel ist es, grenzüberschreitendes Reisen innerhalb der Region deutlich zu vereinfachen, den Tourismussektor zu stärken und die regionale Integration voranzutreiben. Nach Angaben der SADC soll das gemeinsame Visum außerdem dazu beitragen, die Zahl internationaler Besucher in der Region insgesamt zu erhöhen, indem Mehrfachreisen attraktiver und unkomplizierter werden.
Für die erste Einführungsphase ist offenbar ein Rollout in einer kleineren Gruppe von Staaten vorgesehen, bevor das System auf weitere Mitgliedsländer der SADC ausgeweitet werden soll. Konkrete Details zu Gültigkeitsdauer, Kosten, Antragsverfahren oder dem genauen Zeitplan für die Einführung liegen derzeit noch nicht vor – nach der Billigung durch die Staats- und Regierungschefs müssen zunächst die einzelnen Mitgliedstaaten das Abkommen unterzeichnen und ratifizieren, bevor das UNIVISA tatsächlich beantragt werden kann.
Für Reisende und Visumantragsteller, die Ziele im südlichen Afrika planen, ist dieser Beschluss zunächst vor allem eine Ankündigung künftiger Erleichterungen – noch kein sofort nutzbares Angebot. Bis das UNIVISA tatsächlich verfügbar ist, bleiben die bestehenden nationalen Einreisebestimmungen der einzelnen Länder maßgeblich. Wer beispielsweise eine Reise nach Südafrika plant, sollte sich weiterhin an den aktuell gültigen Verfahren orientieren; entsprechende Informationen zu den verschiedenen Visa-Optionen für Südafrika sind bereits jetzt verfügbar, ebenso wie Details zur eTA für Südafrika, die für bestimmte Staatsangehörige als elektronische Einreisegenehmigung dient.
Sobald das UNIVISA offiziell startet und praktisch nutzbar wird, werden wir die Antragsabwicklung für unsere Kunden entsprechend anpassen und in unser Angebot integrieren. Bis dahin lohnt es sich, die Entwicklung im Blick zu behalten, insbesondere für alle, die mehrere Länder im südlichen Afrika in einer Reise kombinieren möchten. Ein Blick auf die Übersicht aller Visa-Arten zeigt zudem, welche Optionen für verschiedene Reiseziele schon heute zur Verfügung stehen.
Insgesamt markiert die Billigung des Abkommens einen bedeutenden politischen Fortschritt für die touristische Zusammenarbeit im südlichen Afrika, auch wenn bis zur tatsächlichen Ausstellung erster UNIVISA-Dokumente noch einige administrative Schritte – Unterzeichnung, Ratifizierung und die Einrichtung der praktischen Antragsverfahren – ausstehen. Reisende, die kurzfristig planen, sollten sich daher weiterhin auf die aktuellen nationalen Visumanforderungen verlassen.
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