Moldau: Reisehinweise zu Drohnenvorfällen, Transnistrien und Sicherheitslage
Mit Stand vom 4. November 2026 wurden die Sicherheitshinweise für die Republik Moldau aktualisiert. Die innenpolitische Lage im Land gilt weiterhin als stabil, ebenso die allgemeine Sicherheitslage. Dennoch gibt es mehrere Punkte, die Reisende und Visumantragsteller vor einer Reise kennen sollten, insbesondere zu Luftraumverletzungen durch Drohnen, zur Lage in Transnistrien sowie zu verbreiteter Kleinkriminalität in der Hauptstadt Chișinău.
Besonders hervorzuheben ist, dass es in jüngster Zeit wiederholt zu Warnmeldungen wegen Einflügen von Drohnen in den moldauischen Luftraum kam, teils mit Sachschäden durch abgestürzte Flugobjekte. Solche Vorfälle können zu vorübergehenden Flughafensperrungen sowie zu Umleitungen oder Verzögerungen von Flügen führen. Reisende sollten vor und während ihrer Reise regelmäßig die Lageentwicklung verfolgen, Warnmeldungen ernst nehmen und im Fall einer Warnung möglichst fensterlose Innenräume, Keller oder Tiefgaragen aufsuchen und Freiflächen, Balkone sowie Fensterflächen meiden.
Von Reisen in den Landesteil Transnistrien wird weiterhin ausdrücklich abgeraten. Dieser abtrünnige Gebietsteil, der sich selbst als „Pridnestrowische Moldauische Republik“ bezeichnet, befindet sich außerhalb der Kontrolle der moldauischen Zentralregierung. Entlang der Zufahrtsstrecken sowie innerhalb Transnistriens gibt es zahlreiche Kontrollpunkte. Seit Juni 2026 ist zudem die Verwendung der Bezeichnung „Transnistrien“ anstelle von „Pridnestrowje“ unter Strafe gestellt — auch im mündlichen Sprachgebrauch. Wer dennoch in diese Region reisen möchte, sollte sich bewusst sein, dass dort keine unmittelbare konsularische Betreuung durch ausländische Vertretungen gewährleistet werden kann und dass das Fotografieren von Kontrollpunkten oder Gebäuden mit möglicher strategischer oder militärischer Relevanz strikt zu unterlassen ist.
Im übrigen Landesgebiet ist die organisierte Kriminalität für Reisende in der Regel nicht wahrnehmbar, jedoch kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl vor allem in Chișinău und in öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Reisende sollten Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher aufbewahren und gegebenenfalls elektronische Kopien anfertigen, um im Verlustfall die Ausstellung von Ersatzdokumenten zu erleichtern. Besondere Wachsamkeit ist an Flughäfen, Bahnhöfen sowie in Bussen und Sammeltaxis angebracht. Auch der Diebstahl von Kfz-Kennzeichen, teils mit Erpressungsabsicht, wird als Phänomen genannt — Fahrzeuge sollten nach Möglichkeit auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden.
Zur Infrastruktur ist zu beachten, dass das Straßennetz keine Autobahnen umfasst und sich in teils schlechtem Zustand befindet, mit häufig fehlenden Markierungen und Beleuchtungen. Dies führt zu einem deutlich erhöhten Unfallrisiko, weshalb von nächtlichen Fahrten über Land ausdrücklich abgeraten wird. Zudem gilt in Moldau ein absolutes Alkoholverbot am Steuer (0,0 Promille), und die „grüne Versicherungskarte“ ist für Fahrzeuge vorgeschrieben. Auch das Land liegt in einer seismisch aktiven Zone, sodass Erdbeben grundsätzlich möglich sind.
Für alle, die trotz dieser Hinweise eine Reise nach Moldau planen oder beruflich beziehungsweise privat dorthin reisen müssen, bleibt die sorgfältige Vorbereitung der Reiseunterlagen entscheidend. Über unser Antragsformular lassen sich die notwendigen Visa-Unterlagen unkompliziert zusammenstellen, und in der Übersicht aller Visa-Arten finden Reisende passende Informationen zu den jeweiligen Einreisebestimmungen. Angesichts der volatilen Lage rund um Drohnenvorfälle und der angespannten Situation in Transnistrien empfiehlt es sich, die Reiseplanung flexibel zu gestalten und kurzfristige Änderungen der Sicherheitslage einzukalkulieren.
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