Marokko: Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Reisende (Stand 14.09.2026)
Zum Stichtag 14. September 2026 wurden die Reise- und Sicherheitshinweise für Marokko aktualisiert. Reisende sollten sich vor Antritt der Reise mit den aktuellen Einschätzungen zur Sicherheitslage im Land vertraut machen, da sich diese regional deutlich unterscheiden kann. Besonders hervorzuheben ist die dringende Warnung vor Reisen in das Gebiet der Westsahara sowie in die unmittelbare Grenzregion zu Algerien. Diese Einschränkungen betreffen konkrete geografische Zonen und sollten bei der Reiseplanung unbedingt berücksichtigt werden, unabhängig vom Zweck des Aufenthalts.
Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen besteht in Marokko grundsätzlich ein Risiko terroristischer Angriffe. Reisenden wird empfohlen, nicht allein und abseits befestigter Straßen zu reisen. Trekking-Touren in Bergregionen sowie Offroad-Ausflüge in Wüstengebieten wie Zagora oder Merzouga sollten ausschließlich in Gruppen und mit registrierten, ortskundigen Reiseführern unternommen werden. Die innenpolitische Lage gilt insgesamt als stabil, vereinzelte spontane Demonstrationen sind jedoch möglich, da sich Proteste meist an wirtschaftlichen oder sozialen Themen entzünden. Zurückhaltung bei öffentlichen politischen Äußerungen wird empfohlen.
Die Landgrenze zu Algerien ist seit 1994 geschlossen und wird streng überwacht; das Grenzgebiet steht unter intensiver Beobachtung der marokkanischen Sicherheitsbehörden. Von einem Verlassen der Hauptstraßen in Richtung Algerien oder Versuchen, die Grenze zu überschreiten, wird ausdrücklich abgeraten, da eine Festnahme drohen kann. Wüstentouren in die Dünenlandschaften Südmarokkos, etwa bei Erg Chebbi südlich von Merzouga oder Erg Chegaga südlich von Zagora, sind mit ortskundigen Reiseveranstaltern grundsätzlich möglich, sollten aber tagesaktuell auf ihre Sicherheitslage geprüft werden.
Für das Gebiet der Westsahara gilt eine dringende Reisewarnung. Konsularische Betreuung ist dort nicht gewährleistet, und erforderliche Genehmigungen müssen vorab bei den zuständigen marokkanischen Stellen eingeholt werden. Abseits befestigter Straßen, insbesondere in der Grenzregion zu Mauretanien, besteht zudem eine erhebliche Gefahr durch Minen und nicht-detonierte Kampfmittel. Der Grenzwall zwischen dem von Marokko kontrollierten Teil und dem Gebiet der Frente Polisario ist Sperrgebiet und darf keinesfalls betreten werden. Im Rif-Gebirge im Nordosten des Landes, das für Cannabisanbau bekannt ist, kann es vereinzelt zu Belästigungen durch Drogenhändler kommen; von einem Kauf von Drogen wird dringend abgeraten, da dies in Marokko strafrechtlich mit hohen Haftstrafen geahndet wird.
Auch abseits dieser Sonderregionen ist erhöhte Wachsamkeit geboten: In der Nähe touristischer Attraktionen und in historischen Stadtzentren, insbesondere den Medinas, kommt es vermehrt zu Raubüberfällen und Diebstählen, teils unter Anwendung von Gewalt. Reisenden wird geraten, im Falle eines Überfalls keinen Widerstand zu leisten, Vorfälle stets bei der Polizei anzuzeigen und wichtige Dokumente sicher aufzubewahren sowie digitale Kopien anzufertigen. Wer eine Reise nach Marokko plant, sollte sich frühzeitig um die notwendigen Einreiseunterlagen kümmern.
Für die Organisation der erforderlichen Reisedokumente empfiehlt sich eine sorgfältige und rechtzeitige Vorbereitung. Über unsere Übersicht der Visa-Arten lässt sich schnell klären, welche Voraussetzungen für die geplante Reise gelten, und der Antrag kann anschließend unkompliziert online gestellt werden. So bleibt vor der Reise mehr Zeit, sich mit den aktuellen Sicherheitshinweisen und regionalen Besonderheiten Marokkos vertraut zu machen.
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