Brasilien: Befristete Visa (VITEM) für visumbefreite Reisende werden ab 2026 elektronisch
Brasilien führt zum 1. September 2026 eine neue Stufe der Digitalisierung seiner Einwanderungsverfahren ein. Ab diesem Datum werden befristete Visa des Typs VITEM, die an Staatsangehörige aus für kurze Aufenthalte visumbefreiten Ländern (VIVIS) ausgestellt werden, elektronisch erteilt. Die Neuerung wurde offiziell bekanntgegeben und betrifft grundsätzlich das gesamte Konsularnetz Brasiliens, nicht nur einzelne Standorte.
Wichtig für Reisende: Die Änderung betrifft nicht die Regeln für kurze touristische oder geschäftliche Aufenthalte, für die viele Staatsangehörige ohnehin kein Visum benötigen. Sie betrifft ausschließlich Personen, die trotz ihrer grundsätzlichen Visumbefreiung für touristische Kurzreisen ein befristetes Visum für einen anderen Zweck brauchen — etwa für ein Studium, eine Arbeitsaufnahme, den Nachzug zu Familienangehörigen, Investitionstätigkeiten, bestimmte berufliche Aktivitäten oder einen befristeten Aufenthalt als digitaler Nomade.
Betroffen sind Staatsangehörige zahlreicher europäischer und asiatischer Länder, die von der brasilianischen Visumbefreiung für Kurzaufenthalte (VIVIS) profitieren. Das brasilianische Außenministerium führt eine entsprechende Übersicht der begünstigten Nationalitäten. Wer künftig ein befristetes Visum aus einem der genannten Gründe beantragt, sollte sich frühzeitig informieren, ob und wie sich der Ablauf für die eigene Situation ändert.
Praktisch bedeutet die Umstellung, dass die konsularische Phase des Verfahrens voraussichtlich vollständig aus der Ferne abgewickelt werden kann. In vielen Routinefällen entfällt künftig die Notwendigkeit, den Reisepass allein zu dem Zweck vorzulegen, damit ein Visumaufkleber physisch angebracht wird. Stattdessen wird das Visum in elektronischer Form ausgestellt und kann digital nachgewiesen werden — ein Schritt, der Wartezeiten verkürzen und den Aufwand für Antragsteller deutlich reduzieren soll.
Für Personen, die einen längerfristigen Aufenthalt in Brasilien planen, lohnt sich schon jetzt ein genauer Blick auf die eigenen Reisepläne und den passenden Visumtyp. Da sich die Anforderungen je nach Aufenthaltszweck — Studium, Arbeit, Familiennachzug, Investition oder digitale Nomadentätigkeit — unterscheiden, empfiehlt sich eine sorgfältige Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen. Eine Übersicht über verschiedene Visa-Arten hilft dabei, den passenden Antragstyp frühzeitig zu identifizieren.
Da die elektronische Ausstellung erst zum 1. September 2026 startet, sollten Antragsteller die verbleibende Zeit nutzen, um sich über die konkreten Voraussetzungen für ihren jeweiligen Aufenthaltszweck zu informieren. Wer den Prozess unkompliziert und ohne Behördengänge abwickeln möchte, kann den Antrag bequem online stellen und sich bei der Zusammenstellung der Unterlagen unterstützen lassen.
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