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28 Jahre zu Fuß um die Welt: Wie Visa und Grenzen Karl Bushbys Reise prägten
27.09.2026

28 Jahre zu Fuß um die Welt: Wie Visa und Grenzen Karl Bushbys Reise prägten

Am 1. November 1998 brach der ehemalige britische Fallschirmjäger Karl Bushby im südchilenischen Punta Arenas zu einem Vorhaben auf, das kaum jemand für realistisch hielt: zu Fuß bis in seine Heimatstadt Hull in Großbritannien zurückzukehren. Ursprünglich rechnete er mit etwa zwölf Jahren für die gesamte Strecke. Fast 28 Jahre später steht seine sogenannte Goliath Expedition kurz vor dem Abschluss – nach offiziellen Angaben hatte er bis zum 30. August 2026 rund 49.110 Kilometer zurückgelegt.

Was die Geschichte für Visumantragsteller und Reisende besonders lehrreich macht, ist weniger die physische Leistung als die administrative Seite der Reise. In einem im Januar 2026 veröffentlichten Interview beschrieb Bushby, wie stark sein Vorankommen nicht nur von Distanz, Dschungel, Gewässern und extremen Bedingungen, sondern ebenso von Visabestimmungen, Aufenthaltsfristen, geschlossenen Grenzen und Durchreisegenehmigungen abhing. Über die Jahre kamen zu diesen bürokratischen Hürden auch Konflikte, Finanzierungsprobleme und geopolitische Umbrüche hinzu, die seine Route immer wieder veränderten.

Besonders aufschlussreich ist eine Regel, die er sich selbst auferlegt hat: Er darf für das eigentliche Vorankommen keine Transportmittel nutzen und erst nach Abschluss der gesamten Strecke nach Hause zurückkehren. Unterbrechungen und Reisen zwischen einzelnen Etappen brechen die Kontinuität der eigentlichen Route jedoch nicht. Dennoch zwingen ihn Visabestimmungen regelmäßig dazu, Länder zu verlassen und später wieder einzureisen, um innerhalb der erlaubten Aufenthaltsfristen zu bleiben – ein Vorgehen, das er selbst als „Visa-Hopping“ bezeichnet.

„Wenn es nach mir ginge, würde ich einfach weitergehen. Aber die Vorschriften zwingen mich dazu, zwischen Visa hin- und herzuwechseln“, erklärte Bushby gegenüber der BBC. Diese Aussage verdeutlicht ein Problem, das viele Langzeitreisende kennen: Selbst wenn die physische Reise durchgehend geplant ist, setzen nationale Einreisebestimmungen klare zeitliche Grenzen, die eine durchgängige Anwesenheit in einem Land verhindern können.

Im Januar 2026 befand sich Bushby in Mexiko, nachdem er zuvor die ungarische Stadt Győr erreicht hatte. Solche Sprünge zwischen Kontinenten sind Teil der komplexen Logistik, die notwendig wird, wenn eine Reiseroute mit wechselnden Visaanforderungen, unterschiedlichen Aufenthaltsfristen und variierenden Einreisebedingungen kollidiert.

Für Reisende, die selbst mehrere Länder mit unterschiedlichen Visaregeln bereisen möchten, zeigt dieser Fall exemplarisch, wie wichtig eine sorgfältige Vorabplanung ist. Wer für eine längere Reise oder mehrere aufeinanderfolgende Länder ein Visum benötigt, sollte sich frühzeitig über Gültigkeitsdauer, maximale Aufenthaltszeiten und mögliche Verlängerungsoptionen informieren. Über die Übersicht aller Visa-Arten lässt sich ein erster Überblick gewinnen, welche Optionen für das jeweilige Reiseziel infrage kommen.

Wer den eigenen Antrag nicht selbst durch komplizierte Fristen und Formulare navigieren möchte, kann den Prozess über unser Antragsformular starten – wir übernehmen die Prüfung der Unterlagen und begleiten den gesamten Ablauf, damit Reisepläne nicht an unerwarteten Visahürden scheitern.

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