Seychellen: Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Touristen (September 2026)
Das Auswärtige Amt hat am 04.09.2026 seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Seychellen aktualisiert. Es handelt sich dabei überwiegend um redaktionelle Anpassungen, die Grundeinschätzung der Lage bleibt jedoch unverändert: Die innenpolitische Situation gilt als ruhig, vereinzelte Demonstrationen können aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Für Reisende, die einen Aufenthalt auf den Seychellen planen, sind vor allem die Hinweise zu Kriminalität, Naturgefahren und den geltenden Einreisebestimmungen relevant.
In Sachen Kriminalität wird insbesondere auf Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub hingewiesen, die vor allem an belebten Strandabschnitten wie dem Côte d'Or-Strand auf Praslin auftreten. Auch Einbrüche in Fahrzeuge und vereinzelte Überfälle auf Trekking-Touren wurden gemeldet. Reisenden wird empfohlen, keine Wertsachen im Auto zu lassen, bargeldlos zu zahlen und wichtige Dokumente wie Reisepass und Führerschein sicher aufzubewahren – idealerweise mit einer digitalen Kopie als Backup. Wer sein Reisedokument verliert oder gestohlen bekommt, sollte bedenken, dass eine deutsche Botschaft vor Ort nicht existiert; zuständig ist die Vertretung in Nairobi, Kenia, mit einer Honorarkonsulin in Victoria auf Mahé als lokaler Anlaufstelle in Notfällen.
Naturgefahren spielen auf den Seychellen eine größere Rolle als in vielen anderen Reisezielen. Die Regenzeit von Dezember bis März kann zu Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen führen, wodurch Straßen und Brücken zeitweise unpassierbar werden. Zudem wird vor gefährlichen Strömungen an mehreren Küstenabschnitten sowie vor seltenen, aber vorkommenden Haiangriffen – insbesondere vor Praslin – gewarnt. Wer Wanderungen im dicht bewachsenen Inselinneren unternimmt, sollte wegen verborgener Erdlöcher und Schluchten besondere Vorsicht walten lassen und möglichst einen ortskundigen Führer engagieren.
Auch das Risiko von Piraterie auf hoher See wird weiterhin thematisiert: Vor den Küsten der Seychellen und insbesondere vor Somalia besteht ein anhaltendes Risiko von Angriffen und Kaperungen, ein vollständiger Schutz kann trotz internationaler Bemühungen nicht garantiert werden. Dies betrifft vor allem private Schiffsführer, die in den betroffenen Gewässern unterwegs sind, weniger den klassischen Pauschal- oder Individualtouristen, der per Flugzeug einreist.
Für die Einreise selbst benötigen Reisende in der Regel eine elektronische Reisegenehmigung. Diesen Visumtyp übernehmen wir für Sie: Die eTA für die Seychellen lässt sich unkompliziert online beantragen, ohne dass ein persönlicher Behördenbesuch notwendig ist. Wir prüfen Ihre Angaben, stellen den Antrag korrekt zusammen und sorgen dafür, dass Ihre Reisegenehmigung rechtzeitig vor Abflug vorliegt.
Angesichts der genannten Sicherheits- und Naturrisiken empfiehlt es sich, die Reise gut vorzubereiten: ausreichender Reisekrankenversicherungsschutz, Vorsicht an einsamen Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und Zurückhaltung bei Wanderungen ohne Ortskenntnis sind sinnvolle Vorkehrungen. Wer sich einen Überblick über alle Formalitäten verschaffen möchte, findet auf unserer Visum-Übersicht für die Seychellen alle relevanten Informationen zu Voraussetzungen und Bearbeitungszeiten, während sich unter Kosten für die Seychellen die aktuellen Gebühren für die Reisegenehmigung nachlesen lassen.
Wer sich für eine Reise auf die Seychellen entscheidet, sollte die aktuellen Sicherheitshinweise als Orientierung nutzen, ohne sich von ihnen abschrecken zu lassen: Die überwiegende Mehrheit der Reisen verläuft problemlos. Entscheidend ist, gängige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, sich vor Wanderungen und Wassersport-Aktivitäten über lokale Gegebenheiten zu informieren und die Einreiseformalitäten frühzeitig zu klären, damit der Urlaub ohne unangenehme Überraschungen beginnen kann.
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